VBE: Klischees zu überwinden ist beste individuelle Förderung
„Wer meint, anstatt seine Fähigkeiten zu entwickeln, nur einer Rolle gerecht werden zu müssen, schränkt seine Möglichkeiten unangemessen ein. Es ist täglicher Erziehungsauftrag an den Schulen, althergebrachte Geschlechterrollen zu hinterfragen“, sagt der Vorsitzende des Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW Udo Beckmann anlässlich des Girls/Boys-Day am 28. April. Der Tag zur Berufsorientierung hat das Ziel, das Berufswahlspektrum von Mädchen und Jungen zu erweitern.
Noch immer wählen etwa die meisten Mädchen aus nur zehn typisch weiblichen Ausbildungsberufen im dualen System – kein einziger naturwissenschaftlich-technischer ist darunter. Obwohl sie, laut aktueller Statistik von IT-NRW die besseren Schulabschlüsse machen, schränken sie damit ihre Verdienstmöglichkeiten deutlich ein, denn technische Berufe werden in der Regel besser bezahlt. „Wer Individuelle Förderung ernst meint, sollte Lehrkräften mehr Zeit geben, um in Schulen daran zu arbeiten, Rollen-Klischees zu überwinden“, sagt Beckmann.
Statistik von IT-NRW https://www.it.nrw.de
Pressemitteilung 12-2016
